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Antigua, Panajachel,ChichlcastenangoJuan la Laguna, San Lake Atitlan,

Vor lauter Reisestress bin ich in den letzten Wochen nicht dazu gekommen, meinen Blog fortzuführen. Dabei fällt es mir manchmal schon schwer, mich daran zu erinnern, was ich am Vortag gemacht und erlebt habe… Schon in Belize habe ich immer wieder festgestellt, dass ich hin und wieder müde bin. Immer wieder ein Ortswechsel, den Rucksack packen und neue Eindrücke und Menschen. Nicht, dass es nicht schön ist, aber ab und zu sehne ich mich auch danach, mal einfach für einige Tage nix zu tun oder nicht das Gefühl zu haben etwas zu verpassen weil ich nun mal jetzt an einem bestimmten Ort bin.

Somit habe ich in Antigua in den ersten Tagen (obwohl ich mich auf die Stadt mit am meisten in Guatemala gefreut habe) in den ersten Tagen nicht allzu viel gemacht. Ich habe mir einfach diese wunderschöne Stadt angeschaut und ansonsten eher im Hotelzimmer gechillt. Ich konnte einfach nicht anders. Antigua ist eine kleine schöne Stadt mit vielen alten, bunten Häusern und hat einen ganz tollen Charme. Sie wurde von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Ich verstehe schon warum… Nach zwei Tagen in Antigua haben wir einen Ausflug nach Panajachel und nach San Juan la Laguna gemacht. Mit dem „Chicken-Bus“, einem umfunktionieren Ami- Schulbus sind wir dann stundenlang unterwegs gewesen. Eine Fahrt mit dem Chicken-Bus ist schon ein Erlebnis für sich. Die Einheimischen, insbesondere die traditionellen Mayas nutzen das als gängiges Transportmittel, mit dem auch wirklich alles transportiert wird (Ware für den Marktverkauf, Tiere etc.). Die Sitze sind so eng und klein (halt für Kinder konzipiert) dass man keinen Platz hat. Manchmal ist es dann doch vorteilhaft, wenn man wie ich etwas zu kurz geraten ist So ist es selbstverständlich, dass man mit 4 Leuten auf einem 2er Sitz + einigen Kindern obendrauf reist. Dabei drängt sich bei jedem Halt auch noch ein Verkäufer durch die Gänge (in denen auch noch Passagiere stehen), die undefinierbare Snacks, Stifte oder o.ä. verkaufen. Oft habe ich gedacht, okay, nun passt wirklich keiner mehr rein, dann hielt der Bus dann trotzdem noch und irgendwie haben dann auch noch 5 weitere Leute hineingepasst... So etwas habe ich zuvor noch nicht erlebt. Wir zählten allerdings zu den Glücklichen, die auf der 3-stündigen Fahrt einen Sitzplatz hatten, denn auch das ist nicht selbstverständlich. Selbstverständlich ist vielmehr, dass die Leute total entspannt und ungestresst sind. Ich war aber trotzdem glücklich, als die Fahrt dann endlich mal vorbei war. Wir waren nämlich auf einer sehr, sehr kurvigen Berg-Straße unterwegs und unmittelbar neben mir saß eine Maya-Frau, dessen kleines Kind ihr ständig in den Schoß gekotzt hat... Nun, die Mutter hat es nicht wirklich gestört, sie hat es total gelassen gesehen, dafür hat es mich schon ein wenig. So viel Körperkontakt war mri dann doch ein wenig zuviel… Dennoch will ich die Erfahrung nicht missen. Dies sollte die erste, jedoch nicht letzte Begegnung mit einem Chicken-Bus werden. Auf dem Weg zu unserem Ziel haben wir dann noch einen Zwischenstopp auf dem traditionellen und bekanntesten Markt in Guatemala gemacht, dem Chichicastenango Markt. Bunt und mit vielen Ständen überseht, war ich ein wenig bei der Suche nach einer neuen Tasche überfordert und habe dann noch nix gekaut. Ja, obwohl ich auf Reisen bin, kann ich meiner Vorliebe zum Sammeln von Taschen nicht gänzlich ignorieren. Schließlich habe ich mir schon in Mexiko eine zugelegt Aber nur eine Kleine!!! Panajachel ist im Hochland und liegt direkt am größten See Guatemalas, dem Lake Atitlan. Von dort aus haben wir eine Bootstour gemacht und einen Zwischenstopp für ein Frühstücks-Burrito in einem Restaurant mit Blick auf den See gemacht. Boh, das war soo lecker… Das Highlight sollte jedoch in San Juan la Laguna folgen. Hier sollten wir bei einer traditionellen Maya Gastfamilie, der Tz’utujil-Myas übernachten. Wer Glück hatte, hat bei einer Familie übernachtet, die zumindest Spanisch sprechen konnten, denn die meisten Mayas pflegen noch ihre ursprüngliche Sprache. In dem kleinen Ort angekommen, hat es in Strömen gegossen, denn schließlich ist hier gerade Regenzeit und so passiert es auch, dass es hin und wieder mal regnet. Der Ort ist winzig klein und hat gerade mal 3000 Einwohner, die alle noch ganz traditionell leben und mit traditioneller, bunter Kleidung umherlaufen. Auf die letzten Meter haben wir dann einen TuckTuck als Transportmittel genommen, doch zu dem Zeitpunkt war ich bereit von Kopf bis Fuß nass. Da bei den Familien auch nicht viel Platz sein sollte, haben wir nur das Nötigste in den Tagesrucksack gepackt und dazu zählte kein Ersatzpaar an Schuhen o.ä. Somit musste ich mir in dem einzigen „Supermarkt“ im Ort Gummischlappen kaufen, die mir viel zu groß waren. Aber ich musste halt nehmen, was ich kriegen konnte, denn meine Schuhe waren so nass, dass ich sie auswringen musste. Ich war mit zwei weiteren Mädels aus der Gruppe in einer Familie untergekommen, die in einem Hinterhof, in einem Rohbau wohnt. Zumindest hatten wir ein eigenes Zimmer. Die z.B. Küche bestand aus einem Wasserhahn, einer Dusche, einer Toilette (Klo und Dusche wurden von der Küche durch einen Vorhang getrennt) und einer offenen Feuerstelle und einem Tisch. Die Einrichtung sah aus, als wären das Besteck, die Töpfe und Teller seit Generationen im Besitz der Familie. Nur schwer konnte ich mir vorstellen, dass mein Abendessen damit und darin gekocht werden sollte. Ich will ja nicht kleinlich klingen, aber das war schon gewöhnungsbedürftig. Das Abendessen haben wir dann gemeinsam mit der Familie im Flur (bestehend aus dem Zwischenraum zwischen zwei Rohbau-Häusern und mit einem Wellblechdach notdürftig (nicht komplett) überdacht.) Zur Familie zählten Mama, Papa Pedro und Töchterchen Conny. Die restlichen Kinder waren zu dem Zeitpunkt nicht im Haus. Das Abendessen bestand aus Nudeln, Bohnen, Tortillas und Huhn mit scharfer Sauce. Ich habe bereut nicht angegeben zu haben, dass ich Vegetarierin war denn das Stück Hühnerfleisch war gekocht und eher wabbelig und dazu war alle kalt Zu Hause hätte ich es womöglich nicht gegessen. Aus Höflichkeit habe ich natürlich alles brav aufgegessen, auch wenn es mir nicht geschmeckt hat und ich mich zwingen musste. Da ich aber wusste und als ich mir vorgestellt habe, dass sie das jeden Tag essen müssen und Fleisch eher eine Besonderheit darstellt, war ich glücklich und froh, dass es mir besser geht. Zum Frühstück gab es das Gleiche, jedoch mit kaltem Rührei anstatt Hühnchen. Das 6-jährige Mädchen Conny hat ihren Namen von einer der vielen Gastbesucherinnen bekommen, denn die Familie hat 2mal die Woche Gäste zur Übernachtung da. Sie haben sich auch herzlich für unseren Beuch bedankt, denn nur durch die Gäste aus dem Ausland können sie ihren Kindern überhaupt Schulbesuche ermöglichen. Das Mädchen hat mit uns den ganzen Abend gespielt und herumgetollt doch Spielsachen habe ich vergeblich gesucht. Sie wächst ganz anders auf, als die Kinder die ich so kenne. Die ganze Nacht war mir trotz tonnenweise Decken sehr sehr kalt und ich hatte das Gefühl, draußen zu übernachten. Zumindest hatten wir die Möglichkeit, unseren nassen Klamotten am Feuer zu trocknen. Auch wenn es vergeblich war denn das Feuer war nicht wirklich groß und lange an. Unserer Klamotten wurden somit eher geräuchert, als getrocknet. Das war schon eine beeindruckende Erfahrung die ich nicht missen möchte aber trotzdem habe ich mich gefreut, als wir in Antigua wieder angekommen sind und ich erst mal eine Dusche nehmen konnte. Denn im Haus der Mayas war es nicht wirklich möglich und ich habe auch freiwillig darauf verzichtet…Noch Tage lang danach habe ich das Gefühl gehabt, dass alle meine Sachen nach Feuer gerochen haben und habe mich somit lange noch an die Mayas erinnern konnte. Die letzten Tage in Antigua habe ich dann sehr genossen, war bei Sonnenschein in der Stadt spazieren und war wieder mal ein wenig feiern. Ich habe mir schon Sorgen um mich gemacht, denn über die ganze Zeit in Mittelamerika hatte ich nie wirklich Lust gehabt loszugehen und bin eher zu einem Party-Muffel geworden. An jenem Abend habe ich mich aber gezwungen und es ist auch sehr, sehr lustig gewesen. Nachdem der eine Salsa-Laden dicht gemacht hat, sind wir mit 8 Leuten in 1 Taxi plus Taxi-Fahrer in einen anderen Laden weitergezogen. Dort habe ich 4 Stunden am Stück Salsa, Merengue und Co. getranzt und dabei auf unseren leicht betrunkenen, sich in der "Midlife-Krises" befundenen Australier aufgepasst der der Meinung war, eine der Einheimischen heiraten und mit nach Australien nehmen zu müssen. Bei dem ganzen ist meine Regenjacke abhanden gekommen, denn sie wurde geklaut. Seither laufe ich in einem schweinchenrosanem Poncho rum und sehe wie Miss Piggy aus. Am letzten Tag habe ich mir dann eine Macadamia-Farm angeschaut und ich habe den Tag dort richtig genossen. Per Anhalter sind wir dann  in einer Gruppe (nicht allein) auf einem Pickup nach Hause gefahren. Schließlich weiß ich ja, dass Guatemala zu den gefährlichsten Länder in Amerika gehört…

Am Abend haben wir auch unsere neue Reiseleitung kennengelernt, denn die Nacht zuvor hat uns Kevin (unser Tourgied der uns 4 Wochen begleitet hat) verlassen um nach Hause zu gehen und seine mexikanische Freundin zu heiraten, damit diese ihm in die USA folgen kann. Unser neuer Tourguid sollte eine Frau sein. Ich musste feststellen, dass sie mir auf Anhieb sympathisch war und ich sie bereits am Morgen beim Bäcker um die Ecke gesehen war. Hier hat sie sich zum Frühstück eine Pizza bestellt während ich auf meinen heißgeliebten Kaffee gewartet habe. Marianni ist eine echte Powerfrau (nicht gerade die dünnste), die ständig davon erzählt, man müsse immer gutes Essen dabei haben um glücklich und energiegeladen reisen zu können.

19.8.11 02:39
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Reisemaus / Website (20.12.11 11:01)
Hallo, du beschreibst Antigua genau so, wie es mir in Erinnerung geblieben ist. Leider ist meine Reise schon etwas her, daher hat sich bestimmt auch viel in letzter Zeit dort verändert. Liebe Grüße, Reisemaus

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